Die Ausgangssituation:
Der Architekt hat für ein Bauherrenehepaar das Raumprogramm in Form eines
Vorentwurfes umgesetzt. Es gibt bestimmte Planungsvorgaben (es soll ein
Thermstein verwendet werden und in jedem Fall eine Anlage zur kontrollierten
Wohnraumlüftung Anwendung finden). Die bisherige Planungsgrundlage zur
Energietechnik ist eine Gas-Brennwertheizung.
Die Aufgabenstellung:
Es soll für mehrere Haustechnikvarianten der Einfluss auf Betriebs-, aber auch
Herstell-(Kapital-) kosten untersucht werden.Die Bauherrschaft
interessiert sich für die "Niedrigenergieförderung" der KfW (Kreditanstalt für
Wiederaufbau). Welche Maßnahmen müssen ergriffen werden, um den Standard KfW 60
zu erreichen?Die Bauherrschaft bittet um Untersuchung ihres Objektes
hinsichtlich der Gesamtkosten
(Betrieb und Kapital) für verschiedene Maßnahmenpakete.
Die Vorgehensweise:
Erstellung einer "Untersuchungsmatrix" in Abstimmung mit Bauherrschaft und
Architekt, welche Varianten aus Bau- und Haustechnik untersucht werden.
Berechnung der kompletten Betriebskosten für die untersuchten Varianten
(Trinkwasser,
Raumheizung, Betriebsstrom, Zählermiete, Wartung, Schornsteinfeger).
Ermittlung der zu erwartenden Herstellkosten für die jeweils erforderliche
Technik oder Zusatzmaßnahme und Kapitalisierung im Hinblick auf die gewünschte
Finanzierungsdauer und
-konditionen (Zins und Tilgung).Berechnung der Gesamtkosten aus
Betrieb und Kapital, da beide Kostenblöcke zu bedienen sind.

Das Ergebnis / Die Empfehlung
Die Grafik der
Gesamtkosten zeigt, dass die Variante 4 die für den Bauherrn günstigste ist.
Begründung:
Variante 4 zeigt einerseits die geringsten Gesamtkosten (Kapital und
Betrieb).Die Relation aus Herstellkosten (rot) und Betriebskosten (blau) ist
die optimale, weil mit vertretbarem Investitionsaufwand bereits sehr niedrige
Betriebskosten erreicht werden.Durch die sehr niedrigen Betriebskosten
werden sich auch Energiepreissteigerungen nur relativ gering bemerkbar machen.
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